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SPC ‘09 – 1.1 Überlick über die Entwicklerplattform

Tag 1, Session 1: Überblick über die Entwicklerplattform

Diese Session war relativ voll gepackt mit verschiedenen Demos, die zum großen Teil die Neuerungen in Visual Studio 2010 in Bezug auf SharePoint zeigten.

Highlights waren:

“Vísual Webparts”
Webparts können nun wie UserControls erzeugt werden (genau genommen basieren sie auf der UserControl Klasse), was also die Vermutung nahe liegt, dass man in SharePoint einfach einen Wrapper eingebaut hat (lang lebe der SmartPart :-) ).

Leider wird das aber wohl nur für “normale” SharePoint Sites funktionieren. Die sogenannten “Sandboxed Solutions” werden Visual Webparts vermutlich nicht unterstützen; zumindest ist dies der aktuelle Stand…aber ist ja noch Beta. ;-)

Feature/Solution Editor

Es wird einen Editor geben, der es dem Entwickler erlaubt, die in eine Solution zu verpackenden Features auszuwählen und auch entsprechende Abhängigkeiten mitnimmt. Die Solutions können dann direkt deployed werden.

“F5 Experience”

Was soll ich dazu noch sagen, F5 im Studio drücken und VS deployed den aktuellen Code, öffnet den Browser und hängt sich an den w3wp-Prozess, so dass direkt debugged werden kann.

Was ich persönlich noch ganz interessant fand ist, dass das Studio erkennt, um was für ein Feature es sich handelt. In der Demo war es ein Webpart, weshalb im Browser direkt die Erstellungs-Seite für Webpartseiten aufgerufen wurde.

LINQ

In Teilen funktionierte der Zugriff per LINQ auf SharePoint ja schon und dann gibt es ja auch noch das entsprechende Projekt auf Codeplex (LINQ to SharePoint). Mit der neuen Version haben wir nun endlich direkten Support von LINQ für SharePoint. Wichtig: dieses ist die einzige Möglichkeit, strikte Datentypen zu verwenden und es läuft, wie das Objektmodell bisher auch, ausschließlich auf dem Server.

Client API 

Zusätzlich zu dem Server-seitigen Objektmodell wird es zukünftig auch ein Client-API geben, das es erlaubt, vom Client aus direkt gegen SharePoint zu arbeiten (für Listen z.B. heißt das Objekt dann List statt SPList). Einschränkungen: Das Client API wird nicht identisch zum Server-seitigen API sein außerdem erlaubt es keine strikten Datentypen…aber das sind wir ja aktuell eh schon gewohnt. :-)

Fazit

Alles in allem kann man aber sagen, dass sich viel getan hat, um das Entwickler-Leben zu verbessern, was nicht zuletzt aber auch daran liegen dürfte, dass SharePoint mit der Version 2010 eine elementare Rolle als neue Basis-Plattform zuteil werden wird. Wie sich die einzelnen Verbesserungen dann in der Praxis bewähren wird sich wohl noch zeigen müssen. Die aktuelle Beta des VS 2010 arbeitet leider erst mit der Beta-Version von SharePoint; wir müssen uns also noch bis November gedulden.

/Daniel


Bereitgestellt 30 Okt 2009 16:22 von Daniel Wessels

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