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SPC ‘09 – 1.2 PowerPivot (aka Projekt “Gemini”)

Tag 1, Session 2: Projekt Gemini oder auch PowerPivot

Mit dem Projekt “Gemini” hat Microsoft neue Reporting-Möglichkeiten geschaffen, die es erlauben auch über große Datenbestände schnelle und performante Reports  zu erzeugen.

In dieser Session wurde zu Beginn demonstriert, wie mit dem neuen PowerPivot-Add-in für Excel im Prinzip jeder Anwender relativ schnell und einfach eigene Abfragen für Pivot-Tabellen erzeugen kann. Das System analysiert dabei den Datenbestand und schaffte selbst große Datenmengen (hier waren es etwas über 100 Mio. Datensätze). Es blieb jedoch ziemlich im Dunkeln, welche Hardware im Hintergrund stand, obwohl ich den Erklärungen nach schon glaube, dass die Auswertung wirklich recht schnell von statten geht.

Der Datenbestand wird dazu im Vorfeld in ein hoch komprimiertes Format gebracht, weshalb die Daten auch nur noch rein lesend zur Verfügung stehen…aber was anderes wollen wir im Reporting ja eh nicht. ;-)

Für die Reporterstellung wird eine Vielzahl von zusätzlichen Auswertungsfunktionen zur Verfügung gestellt. Zu sehen waren in der Demo verschiedene Methoden zum besseren Vergleich von Daten, z.B. SamePeriodPreviousYear oder SamePeriodFollowingYear um Zeiträume aus verschiedenen Jahren gegeneinander abzugleichen. Leider wurden diese Methoden nicht live gezeigt, weshalb ich vermute, dass sie zu dem Zeitpunkt nicht ganz stabil waren.

Was aber funktionierte, waren die sogenannten Slicer (horizontal und vertikal), die streng genommen zwar auch nur Filter sind, insofern aber sehr schick sind, als das sie basierend auf den Daten generiert werden und durch Anwenden einzelner Filter aktiviert/deaktiviert werden, wenn Sie in dem angezeigten Subset nicht mehr verfügbar sind.

Aus all dem ist im Endeffekt folgendes Excel-Sheet entstanden:

image

Dann folgte der weitaus coolere Part der Demo der endgültig dazu führte, dass ich mich ärgerte meinen Fotoapparat an dem Tag vergessen zu haben:

Das erzeugte Excel wurde anschließend innerhalb der Excel Services veröffentlicht und funktionierte dort dann erwartungsgemäß analog zum Client. Hinterlegt war die Datei in einer entsprechenden Report-Galerie. Diese bietet als Ansicht u.a. ein Silverlight-Karussell an, in dem dieser plus weitere dort befindliche Berichte dann direkt als Preview zu sehen waren. Wobei die Preview jedoch nicht statisch war, sondern auf den Live-Daten beruhte.

Als weiteres “Goodie” bietet die Galerie eine Auswertungsfunktion, die anzeigt, welcher Bericht wie häufig angesehen wurde usw. So lassen sich dann auch die wichtigsten Berichte identifizieren und evtl. prominenter präsentieren oder aber Berichte, die scheinbar nicht verwendet werden ausfindig machen, um diese ggf. zu verbessern.

 

Fazit

Die Geschwindigkeit, in der die Daten aufbereitet wurden, war schon enorm; hier scheint wirklich viel getan worden zu sein und durch die vollständige Einbindung in die Excel Services ergeben sich auch sehr schöne Möglichkeiten, diese Daten allen zur Verfügung zu stellen.

 

/Daniel


Bereitgestellt 30 Okt 2009 16:23 von Daniel Wessels

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