Hier ein erster Blick in die Installation eines SharePoint Server 2010 (Beta). Zunächst ein paar Worte zu meiner Systemlandschaft. Als Betriebssystembasis dient ein Windows Server 2008 R2 (x64), der Mitglied einer Active Directory Domäne ist. Das ist wichtig, weil SharePoint sich sonst nur im Stand alone-Modus mit lokalem SQL Server Express installieren lässt. Weiterhin verlangt die Installationsroutine einen SQL Server 2008 SP1 mit mindestens dem kumulativen Update CU2 (Stand heute ist CU4). Auch SQL Server 2005 mit dem aktuellsten CU wird unterstützt. Wenn diese Voraussetzungen geschaffen sind, kann die Installation beginnen.
SharePoint 2010 begrüßt den Anwender mit einem neuen Startscreen.

Im ersten Schritt müssen die Voraussetzungen für den Betrieb von SharePoint 2010 installiert werden. Glücklicher Weise unterstütz SharePoint diesen Prozess durch ein integriertes Preparation Tool, das die Installation und Konfiguration der erforderlichen Systemkomponenten komplett übernimmt.

Danach kann die eigentliche Installation beginnen. Die Screens hierfür unterscheiden sich kaum von der Vorversion.

Aus dem 12er Verzeichnis, wird „14“…


Nach der Installation des SharePoint Servers können noch die gewünschten Sprachpakete installiert oder direkt der Configuration Wizard gestartet werden.

Auch in der neuen Version müssen die SharePoint-Dienste mit der Ausführung des Assistenten neu gestartet werden.

In meinem Fall möchte ich eine neue Serverfarm erstellen. Das andere Menü dient dazu, neue Frontend- oder Anwendungsserver einer bestehenden Farm hinzuzufügen.

Im nächsten Schritt muss, identisch der Vorversion, der Datenbank-Server und der Farm Account definiert werden.


Ich empfehle die Portnummer der Zentraladministration so zu wählen, dass man ohne länger zu recherchieren von einem beliebigen Bereich auf die Webseite zugreifen kann. Wir nutzen in der Regel den Port 7777.




Nach erfolgreicher Installation des SharePoint Servers öffnet sich direkt der Configuration Wizard der Zentraladministration, ein Assistent zur Einrichtung der gewünschten SharePoint-Dienste. Ich empfehle diesen Schritt zu überspringen (warum erkläre ich gleich) und zur Startseite der Zentraladministration zu wechseln, um die Dienste manuell einzurichten. So präsentiert sich das neue Design der Zentraladministration.

SharePoint 2010 liefert ein komplett neues Servicemodell, der Nachfolger von den Shared Services. Hierüber können Administratoren entscheiden, welche Dienste in der Farm benötigt werden und diese separat konfigurieren. Ich empfehle die manuelle Konfiguration der Dienste, weil man hierüber mehr Kontrolle über die Servicekonten oder die Einrichtung der jeweiligen Anwendung hat. Mit dem Assistenten werden sämtliche Dienste über denselben Service Account ausgeführt, was ich als nicht optimal bezeichne. Ich empfehle für jeden Dienst einen separaten Service Account einzurichten. Die Gründe liegen im Bereich der Security, dem Management und dem einfacheren Troubleshooting bei einem Fehlerfall. Über den Hyperlink Manage services on server gelangt man zur Liste sämtlicher Dienste und das ist in SharePoint 2010 eine Menge!

Bevor nun wild sämtliche Dienste gestartet werden, sollte man sich überlegen, welche Services in der SharePoint-Farm überhaupt benötigt werden, um nicht unnötig Ressourcen zu verschwenden. In meinem Fall möchte ich exemplarisch die SharePoint Foundation und SharePoint Server Search einrichten. Die SharePoint Foundation-Suche ist vergleichbar mit der von Windows SharePoint Services 3.0. Der Dienst kann direkt über diese Administrationsoberfläche konfiguriert und gestartet werden.
Die Einrichtung verlangt zunächst ein Konto für den Suchdienst und für die Content Access.

Danach muss der Datenbankname und das Intervall des Crawling definiert werden.

Die Einrichtung der SharePoint Suche gestaltet sich schon anders. Beim Versuch den Dienst direkt zu startet liefert die Zentraladministration den Hinweis, dass die Suche über eine sogenannte „Service Application“ installiert werden muss.

Service Applications sind der Nachfolger des Shared Service Providers. Hierüber werden zusammenhängende Dienste der SharePoint Farm konfiguriert. Wer nicht über diesen Weg auf die Service Applications navigieren möchte, kann auch direkt über Application Management > Service Applications auf die Administrationsoberfläche der Managed Services zugreifen.

In diesem Bereich kann über den Button New eine neue „Search Service Application“ erzeugt werden.

Die Service Application verlangt einen Namen und den Service Account für den Suchdienst.

Im nächsten Schritt muss der Service Account für den Admin Web Service definiert werden. Hier gibt es etwas Neues! SharePoint 2010 integriert sogenannte Managed Accounts. Bevor Service Accounts innerhalb der SharePoint Farm genutzt werden, müssen sie als Managed Account registriert werden.

Erst danach können sie als Dienstkonto referenziert werden.

Auch die Web Application des Query Diensts bekommt einen separaten Service Account.

Danach kann die Konfiguration des Managed Service vollendet werden.

Im letzten Teil dieses Artikels möchte ich noch schnell zeigen, wie eine neue Web Application erstellt wird. Da sich hier nur im Bereich der Servicezuweisung etwas geändert hat, spare ich mir die Zwischenkommentare.






So, das war es auch schon! Zusammenfassend kann ich behaupten, dass die Installation der SharePoint-Diensten und Anwendungen recht leicht von der Hand geht.
Bereitgestellt
29 Okt 2009 13:54
von
Fabian Moritz